Liquiditätsplanung

Die Liquiditätsplanung und -rechnung stellt sicher, dass Sie sich frühzeitig einen Überblick über den zu erwartenden Liquiditätsbedarf verschaffen können. Grundlage der Berechnung bilden die erfassten Daten in Sage 50 Rechnungswesen, d.h. alle Buchungen, Offenen Posten und Daueraufträge. Planungsdaten wie die Budgetwerte werden nicht berücksichtigt.
Im Auswertungs-Definitions-Dialog der Liquiditätsplanung geben Sie an, für welche Perioden die Liquidität berechnet werden soll.
Das Formular der Liquiditätsplanung ist in drei Bereiche gegliedert. Je nach Detailstufe, die Sie im Auswertungs-Definitions-Dialog der Liquiditätsplanung eingestellt haben, werden unterschiedliche Informationen angezeigt. Die hier erklärten Haupt- und Unterpunkte entsprechen der Detailstufe 2. Auf Wunsch können Sie auch die Personenkonten und Offenen Posten der verschiedenen Debitoren- und Kreditoren-Bereiche anzeigen lassen. Dazu wählen Sie im Auswertungs-Definition-Dialog die Detailstufen 3 bzw. 4.
Definitionselemente der Liquiditätsplanung
Definitionselement Beschreibung
Geldkonten hier werden die Geldkonten aufgeführt, so dass Sie einen Überblick zum Liquidität-Stand der einzelnen Perioden haben (Anfangsbestand + Zufluss - Abfluss = Schlussbestand). Dabei werden die Daueraufträge vom Typ "Hauptbuch", die für die betreffenden internen Banken eingerichtet sind, berücksichtigt, d.h. Sie sehen, wie sich der Kontostand nach Ausführung der erfassten Daueraufträge verändern würde. Wenn Sie im Auswertungs-Definitions-Dialog der Liquiditätsplanung die Option Geldkonti detailliert anzeigen aktiviert haben, wird darüber hinaus jede interne Bank mit Anfangsbestand, Zufluss, Abfluss, Schlussbestand, Kreditlimite und Bedarf bzw. Überschuss einzeln aufgeführt
Debitoren dieser Bereich ist in die Gruppen Offene Posten, Offene Debi-Läufe und Debitoren-Daueraufträge gegliedert:
Offene Posten weist die Summe der Offenen Posten, aus deren Zahlungsbedingungen bzw. dem manuell gesetzten Fälligkeitsdatum hervorgeht, wann mit einem Liquiditätszufluss zu rechnen ist, aus
Offene Debi-Läufe Auswertungstotal der Offenen Posten, die sich bereits in einem Debi-Lauf oder LSV-Lauf befinden. Da hier mit ziemlicher Sicherheit mit einem Liquiditätszufluss durch diese Offenen Posten zu rechnen ist, da das Unternehmen die Beträge ja selbst einzieht, werden sie separat ausgewiesen
Debitoren-Daueraufträge diese Zeile weist den geplanten, d.h. noch nicht gebuchten Liquiditätszufluss aus Debitoren-Dauerauftrauml;gen aus (z.B. wenn Sie einen Dauerauftrag für regelmässige Mieteinnahmen erfasst haben)
Kreditoren der Bereich der Liquiditätsabflüsse ist analog zum oben beschriebenen Bereich der Debitoren in Offene Posten, Offene Zahlläufe und Kreditoren-Daueraufträge gegliedert. Zusätzlich enthält er noch eine Zeile für Offene Posten, die im Programm Kreditoren Vorerfassung erfasst und noch nicht definitiv in den Nebenbüchern verbucht wurden.
Im Kopfbereich (Geldkonten) des Dokuments werden die Totale der Liquiditätsplanung aufgeführt:
Schlussbestand aus der Summe der vorhandenen Liquidität auf den Geldkonten und den zu erwartenden Eingängen abzüglich der Liquiditätsabflüsse in den jeweiligen Zeiträumen wird hier der Bedarf (negatives Vorzeichen) oder der Liquiditätsüberschuss ausgewiesen. Die Kreditlimiten der Banken werden dabei nicht berücksichtigt
Kreditlimite in dieser Zeile wird die Summe der zur Verfügung stehenden Kreditlimiten der internen Banken angezeigt. Diese Information ist wichtig, damit Sie die Liquiditätsplanung auch zur optimalen Organisation der Kreditlimiten verwenden können. Wenn absehbar ist, dass die zukünftige Liquiditätsentwicklung die Kreditlimite einer internen Bank beansprucht, auf anderen Konten aber noch ein Guthaben vorhanden ist, können Sie auf Grundlage der Liquiditätsplanung frühzeitig entscheiden, Ihre Liquidität sinnvoll umzuschichten
Liquiditätsbedarf/-überschuss der Bedarf bzw. der Überschuss zeigt die tatsächliche Liquiditäts-Situation in den einzelnen Zeiträumen, sie berechnet sich aus Schlussbestand zuzüglich der Kreditlimite
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